Ratgeber
Android und iOS: Apps mit Passwort schützen
Kurzantwort
Ein Android-Smartphone schützen Sie mit dem vertraulichen Profil ab Android 15, bei Samsung mit dem Sicheren Ordner oder für den Moment mit der Bildschirmfixierung. Auf dem iPhone lässt sich ab iOS 18 jede App mit Face ID, Touch ID oder Code sperren. Eine Sperre je App ab Werk bieten unter Android bisher nur einzelne Hersteller.
- Autor
- Jan Bindig
- Überarbeitet
3 Minuten Lesezeit
Wie schützen Sie Apps auf Android?
Vertrauliches Profil ab Android 15
Ab Android 15 legen Sie ein vertrauliches Profil an, einen getrennten Bereich für Apps, die nicht jeder sehen soll. Laut Google sperren Sie ihn mit der Displaysperre oder einer eigenen Sperre. Gesperrt laufen die Apps darin nicht, zeigen keine Benachrichtigungen und tauchen nicht in der App-Liste auf; den ganzen Bereich können Sie ausblenden. Das Profil gibt es nur für den Hauptnutzer und nicht auf Geräten, die ein Unternehmen verwaltet.
Bildschirmfixierung
Geben Sie Ihr Smartphone kurz aus der Hand, halten Sie es mit der Bildschirmfixierung in einer App fest. Sie schalten sie unter Einstellungen, Sicherheit, Erweitert ein und fixieren eine App über die Übersicht der geöffneten Apps. Wer sie verlassen will, muss PIN, Muster oder Passwort eingeben.
Sperre je App
Eine Sperre für einzelne Apps ist bei Android ab Werk bisher nicht vorgesehen. Einige Hersteller bauen sie ein, Xiaomi etwa unter Einstellungen, Apps, App-Sperre. Apps aus dem Play Store, die andere Apps sperren, brauchen weitreichende Berechtigungen; prüfen Sie deren Herkunft genau.
Was bietet Samsung mit dem Sicheren Ordner?
Der Sichere Ordner ist laut Samsung ein getrennter, gesicherter Speicherort für Apps und Dateien mit eigener Sperre per Muster, PIN, Passwort oder Fingerabdruck. Sie brauchen dafür ein Samsung-Konto. Samsung weist darauf hin, dass der Ordner nach Eingriffen in das Betriebssystem dauerhaft gesperrt sein kann; sichern Sie wichtige Daten deshalb zusätzlich.
Wie schützen Sie Apps auf dem iPhone?
App sperren oder ausblenden
Seit iOS 18 halten Sie das Symbol einer App gedrückt und wählen, dass sie Face ID, Touch ID oder den Code verlangt. Mit „Ausblenden und Face ID verlangen“ verschwindet die App zusätzlich in den Ordner „Ausgeblendet“ der App-Mediathek. Laut Apple lassen sich einige integrierte Apps wie Rechner, Kamera und Einstellungen nicht sperren, und die Einstellung gilt nur auf diesem Gerät.
Bildschirmzeit
Über die Bildschirmzeit setzen Sie Zeitlimits für einzelne Apps oder App-Kategorien und schützen die Einstellungen mit einem eigenen Code. Apple empfiehlt das vor allem für Geräte von Kindern.
Geführter Zugriff
Mit dem geführten Zugriff beschränken Sie das iPhone vorübergehend auf eine einzige App, etwa wenn Sie es jemandem zeigen. Beendet wird er durch dreimaliges Drücken der Seitentaste und Ihren Code oder Face ID.
Was gilt für Diensthandys?
Auf Diensthandys regeln Unternehmen den Schutz meist zentral: Ein Mobile-Device-Management erzwingt die Displaysperre, trennt dienstliche Apps in einem Arbeitsprofil und kann es bei Verlust sperren. Laut Google sperrt der Befehl dafür bei einem Arbeitsprofil mit eigener Sperre nur dieses Profil.
Die Zugangsdaten zu den dienstlichen Apps gehören in einen Passwortmanager mit Rollen und Rechten statt in Notizen auf dem Handy. Welche Lösungen es gibt, zeigt der Vergleich für Unternehmen.
Weiterlesen
- Android: Displaysperre vergessen, was jetzt? Auf aktuellen Android-Smartphones lässt sich eine vergessene PIN, ein Muster oder ein Passwort in aller Regel nicht mehr umgehen: Die Daten sind mit der Displaysperre verschlüsselt. Bei Samsung-Geräten hilft unter Umständen die vorherige Sperre, sonst bleibt nur das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen. Danach brauchen Sie Ihr Google-Konto, und was nicht gesichert war, ist verloren.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) Die Zwei-Faktor-Authentifizierung verlangt bei der Anmeldung zwei Nachweise aus unterschiedlichen Kategorien: etwas, das Sie wissen (Passwort, PIN), etwas, das Sie besitzen (Smartphone, Sicherheitsschlüssel), oder etwas, das Sie sind (Fingerabdruck). Wer nur das Passwort erbeutet, kommt damit allein nicht weiter.
- Passwortrichtlinie im Unternehmen: Was empfiehlt das BSI? Das BSI empfiehlt lange oder komplexe, für jeden Zugang ein eigenes Passwort. Ändern sollten Sie ein Passwort, wenn es einen Hinweis gibt, dass Unbefugte es kennen; rein zeitgesteuerte Wechsel sollen laut IT-Grundschutz vermieden werden. Eine Passwortrichtlinie legt das im Unternehmen verbindlich fest und ergänzt es um Multi-Faktor-Authentifizierung und einen Passwortmanager.
Über den Autor
Geschäftsführer, Bindig Media GmbH
Jan Bindig hat die Bindig Media GmbH 2004 gegründet und führt sie seitdem.
Über den Autor
Geschäftsführer, Bindig Media GmbH
Jan Bindig hat die Bindig Media GmbH 2004 gegründet und führt sie seitdem.
Quellen
- Sensible Apps mit einem vertraulichen Profil verbergen , Google Herstellerangabe · abgerufen am 14.10.2026
- Bildschirme fixieren und loslösen , Google Herstellerangabe · abgerufen am 14.10.2026
- App-Sperre , Xiaomi Herstellerangabe · abgerufen am 14.10.2026
- Was ist ein Sicherer Ordner und wie verwende ich ihn? , Samsung Herstellerangabe · abgerufen am 14.10.2026
- App auf dem iPhone sperren oder ausblenden , Apple Herstellerangabe · abgerufen am 14.10.2026
- Apps sperren oder ausblenden (Leitfaden für persönliche Sicherheit) , Apple Herstellerangabe · abgerufen am 14.10.2026
- Mit „Bildschirmzeit“ das iPhone oder iPad deines Kindes verwalten , Apple Herstellerangabe · abgerufen am 14.10.2026
- Den geführten Zugriff mit dem iPhone oder iPad verwenden , Apple Herstellerangabe · abgerufen am 14.10.2026
- enterprises.devices.issueCommand , Google, Android Management API Primärquelle · abgerufen am 14.10.2026