Glossar
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
auch: 2FA, Zwei-Faktor-Authentisierung, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Definition
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung verlangt bei der Anmeldung zwei Nachweise aus unterschiedlichen Kategorien: etwas, das Sie wissen (Passwort, PIN), etwas, das Sie besitzen (Smartphone, Sicherheitsschlüssel), oder etwas, das Sie sind (Fingerabdruck). Wer nur das Passwort erbeutet, kommt damit allein nicht weiter.
- Autor
- Jan Bindig
- Lesedauer
- 2 Min.
Welche zweiten Faktoren gibt es?
- Einmalcodes aus einer App oder einem Generator, zeit- oder ereignisbasiert erzeugt.
- Codes per SMS. Das BSI rät davon ab, den Code auf demselben Gerät zu empfangen, mit dem Sie sich anmelden.
- Kryptografische Token wie Chipkarten oder Sicherheitsschlüssel nach FIDO, laut BSI besonders sicher.
- Biometrie wie Fingerabdruck oder Gesicht, mit Lebenderkennung.
Passkeys kombinieren Besitz und Biometrie oder PIN in einem Schritt und ersetzen das Passwort ganz.
Authentisierung oder Authentifizierung?
Im Alltag meinen beide dasselbe. Genau genommen authentisiert sich eine Person mit ihren Anmeldedaten, und das System authentifiziert sie, indem es die Daten prüft. Das BSI verwendet den Begriff Zwei-Faktor-Authentisierung.
Was hat 2FA mit dem Passwortmanager zu tun?
Zweierlei. Erstens gehört der Passwortmanager selbst mit einem zweiten Faktor geschützt, denn er verwahrt alle anderen Zugänge. Zweitens können viele Passwortmanager Einmalcodes für andere Dienste speichern und automatisch ausfüllen. Das ist bequem, legt aber Passwort und zweiten Faktor an denselben Ort. Für besonders kritische Konten kann es sinnvoll sein, den zweiten Faktor getrennt zu halten, etwa auf einem Sicherheitsschlüssel.
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- Passkeys im Unternehmen: Was sie können und wie Sie starten Passkeys ersetzen das Passwort durch ein Schlüsselpaar: Der geheime Schlüssel bleibt auf dem Gerät oder im Passwortmanager, der Dienst speichert nur den öffentlichen. Das macht die Anmeldung schneller und schützt vor den meisten Phishing-Angriffen. Im Unternehmen laufen Passkeys und Passwörter noch lange parallel, deshalb lohnt ein Passwortmanager, der beides verwaltet.
- Wie sicher sind Passwortmanager? Ein gut gewählter und sauber betriebener Passwortmanager ist sicherer als die üblichen Alternativen: wiederverwendete Passwörter, Listen und Zettel. Laut BSI lohnt sich der Einsatz in der Regel und ist in jedem Fall besser, als Passwörter wiederholt zu benutzen. Ein Restrisiko bleibt, weil alle Zugänge an einer Stelle liegen; es kommt auf Verschlüsselung, ein starkes Masterpasswort mit zweitem Faktor und die Sorgfalt im Betrieb an.
- Passwortrichtlinie im Unternehmen: Was empfiehlt das BSI? Das BSI empfiehlt lange oder komplexe, für jeden Zugang ein eigenes Passwort. Ändern sollten Sie ein Passwort, wenn es einen Hinweis gibt, dass Unbefugte es kennen; rein zeitgesteuerte Wechsel sollen laut IT-Grundschutz vermieden werden. Eine Passwortrichtlinie legt das im Unternehmen verbindlich fest und ergänzt es um Multi-Faktor-Authentifizierung und einen Passwortmanager.
Quellen
- Zwei-Faktor-Authentisierung , Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Primärquelle · abgerufen am 28.09.2026