KeePass Update 2.46 verfügbar

Die Entwickler des beliebten KeePass Password Managers, einer kostenlosen Open Source Lösung, haben am 10. September 2020 die neueste Version 2.46 veröffentlicht. Wer das Update installieren möchte, kann sich dieses auf der offiziellen KeePass Website herunterladen.

KeePass: Was ist neu?

Neben den üblichen Bugfixes enthält das Update eine Reihe von Neuerungen. Die neueste Version von KeePass unterstützt beispielsweise TLS 1.3* wodurch sich die Sicherheit steigern lässt. Auch die Performance bestimmter Verbindungen wird dadurch maximiert. Um das neue Feature nutzen zu können, muss allerdings das Microsoft .NET Framework in der Version 4.8 (oder höher) installiert sein.

*TLS steht für Transport Layer Security (zuvor: Secure Sockets Layer) und ist ein Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung im Word Wide Web.

Zusätzlich haben die Entwickler dem KeePass Passwort Manager ein paar Funktionserweiterungen spendiert. So hat sich im Vergleich zur letzten Version nicht nur die Qualität der Icons, sondern auch die Funktionalität des generischen CSV Importer Interface verbessert. Eine vollständige Liste aller Bugfixes und Verbesserungen wurde im KeePass Blog veröffentlicht.

Ist KeePass der richtige Passwort-Manager für mich?

KeePass ist eine nicht-proprietäre Open-Source-Lösung und damit erst einmal kostenlos. Damit KeePass aber mit den Funktionen der teils kostenpflichtigen, proprietären Konkurrenz mithalten kann, braucht es eine Reihe von Erweiterungen. Diese werden von unterschiedlichen Entwicklern bereitgestellt – teils gratis, teilweise gegen Einmalzahlungen oder eine Lizenzgebühr. 

Eine sehr beliebte Erweiterung für Unternehmen ist beispielsweise der Pleasant Password Server. Dieser ermöglicht u.a. eine zentrale Benutzer- und Passwortverwaltung durch einen Administrator. Um KeePass als Browser-Erweiterung nutzen zu können, benötigt man Erweiterungen wie Chromepass, Passafari und PassIFox. Mit Global Auto-Type lässt sich KeePass auch im Microsoft Edge Browser verwenden.

KeePass im Vergleich mit der Konkurrenz

Durch die Erweiterungen lässt sich KeePass mehr oder weniger individuell “konfigurieren”. Funktionen, die man nicht benötigt, spart man sich einfach – die Kostenstruktur bleibt vollkommen transparent. Und: Die gewohnte, intuitive Bedienoberfläche ändert sich nicht. Das Beste ist aber, dass man KeePass lokal (on-premise) installieren kann und somit die volle Kontrolle über den entsprechenden Server behält. Bei SaaS Passwort-Manager (Cloud-Lösungen, SaaS = Sotware as a Service)) werden die Daten auf den Servern des Providers gespeichert. 

Bei Passwort-Manager.com können Sie die verschiedenen Programme auf Basis ihrer Funktionen und Preise miteinander vergleichen.

Für Privatleute können kostenlose, proprietäre Passwort-Manager, die von vornherein einen größeren Funktionsumfang bieten, allerdings die bessere Wahl sein. So bietet beispielsweise Dropbox mit Dropbox Passwords seit Kurzem einen eigenen Passwort-Manager an. Zudem sind die meisten Browser (vor allem Chrome und Firefox) von vornherein mit integrierten “Passwort-Tresoren” ausgetattet

Auch im Bereich der Business Passwort-Manager gibt es mit RoboForm, Dashlane und Norton Password Safe eine Reihe von Alternativen. Reine “Cloud-Tresore” wie LastPass, 1Password und EnPass sind für Unternehmen weniger geeignet. 

Sicherheitstipp für Verbraucher

Eine guter Passwort-Manager verfügt immer über einen Generator für sichere Passwörter (Passwort-Generator) sowie erweiterte Authentifizierungsoptionen und Verschlüsselungsalgorithmen.

Ganz wichtig ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (kurz: 2FA). Dabei benötigt man neben dem Master-Passwort noch einen zweiten “Schlüssel” (z. B. TAN, Fingerabdruck, Gesichtserkennung), um Zugriff auf das jeweilige Dashboard zu erhalten.

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